Versicherungen werden dazu abgeschlossen, um sich – und seine Mitmenschen – vor den finanziellen Folgen einer Krise zu sichern. Manche Versicherungen sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben: die Krankenversicherung, die Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung für Arbeitnehmer, oder die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung für Fahrzeughalter sind die bekanntesten Beispiele.

Andere Versicherungen bleiben dem Gutdünken des einzelnen Staatsbürgers überlassen. Er muss entscheiden, welchen Versicherungsschutz er für sich und seine Familie wählen wird. Der Versicherungsagent möchte am liebsten, dass der Kunde sich gegen jede Bagatelle versichern würde. Aber selbstverständlich hat jeder Versicherungsvertrag seine Kosten, die das monatliche Haushaltsbudget belasten.

Welche Versicherungen sind wirklich nötig?

Vor Abschluss eines Versicherungsvertrages sollte man zuerst einmal das wirkliche Risiko erwägen – und die persönlichen finanziellen Konsequenzen im Schadensfall. Eine Vollkasko-Versicherung für den Neuwagen, der mit einem Darlehen finanziert wurde, ist anzuraten – bei der fünfzehn Jahre alten Klapperkiste sollte man jedoch darauf verzichten.

Die wichtigste “freiwillige” Versicherung in Deutschland ist immer die private Haftpflichtversicherung. Diese relativ günstige Versicherung schützt vor der finanziellen Verantwortung für Schäden, die in Millionenhöhe gehen könnten. Wer eine Familie zu versorgen hat, sollte diese mit einer Lebensversicherung (eventuell einer Risiko-Lebensversicherung zur Reduzierung der Beiträge) und einer Unfallversicherung gegen einen etwaigen Einkommensverlust absichern. An nächster Stelle stehen Rechtsschutz- und Hausratsversicherung, die die wirklich wertvollen Gegenstände im Haushalt mit einschliessen sollte.